Schöne digitale Welt – die Industrie der Zukunft


Schöne digitale Welt, digitaler Wandel
Die Digitalisierung verändert nicht nur das ganz private, sondern vor allem die industrielle und wirtschaftliche Gesellschaft in einer nie dagewesenen Weise. Durch die sogenannte Industrie 4.0, von der zukünftig alle Wirtschafts- und Industriezweige profitieren sollen, wird das berufliche Umfeld sowie die Arbeitsweise der allermeisten Personen stärker als jemals zuvor mit dem Internet vernetzt.  Viele Unternehmen wissen jedoch noch immer nicht, wie sie den digitalen Wandel gestalten müssen und welchen Herausforderungen sie in der Zukunft begegnen müssen. 


Agiles Projektmanagement


Moderne Unternehmen müssen vor allem neue Ansätze im Projektmanagement wagen, wenn es darum geht, langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Produktions- und Vermarktungszyklen werden immer kürzer, das Projektmanagement muss daher ganz prinzipiell wesentlich flexibler und effizienter gestaltet werden. Agiles Projektmanagement kann Unternehmen dabei helfen, den Sprung in die digitale Welt zu schaffen und den Wettbewerbsvorteil gegenüber Konkurrenten auszubauen. Projektmanagement erfordert agile Methoden, um in kürzester Zeit optimale Ergebnisse zu produzieren. Während agile Methoden im Projektmanagement ursprünglich zunächst in der Softwareentwicklung Anwendung fanden, werden entsprechende Konzepte mittlerweile auch auf nicht digitale Projekte übertragen. Je nach Branche und Ausrichtung des Unternehmens bieten sich dabei unterschiedliche Methoden des agilen Projektmanagements an, darunter:
  • Scrum
  • Unfied Process
  • Extreme Programming
  • FDD
  • RAD
  • AMDD
  • DSM 
Ziel der jeweiligen Methoden ist es immer, den Erfordernissen und Ansprüchen straffer Zeitpläne gerecht zu werden und auch auf Änderungen flexibler reagieren zu können.


Automatisierte Produktionsprozesse


Der große Vorteil von digitalen Produkten liegt in der Logistik, Produktion und Zugänglichkeit. Die meisten großen Unternehmen haben längst damit begonnen, ihre Produktionsprozesse ganz oder teilweise zu automatisieren. Diese Maßnahme wird zunehmend auch für kleine und mittelständische Unternehmen zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Das Ziel dieser Entwicklung ist letztlich eine durch-digitalisierte, agile und weitestgehend sich selbststeuernde Produktion. Darunter ist jedoch nicht die klassische Fabrikautomatisierung gemeint, sondern vielmehr um eine selbstorganisierte, intelligente Produktion, in der die Vorteile der industriellen Großserien mit deren der individuellen Einzelanfertigung verschmelzen. So wird es für Verbraucher beispielsweise möglich sein, von zu Hause aus ein stark individualisiertes Kleidungsstück  oder auch ein Fahrzeug zu kaufen, welches vollautomatisch nach seinen Vorstellungen gefertigt wird. Bei manchen Schnellrestaurants werden entsprechende Systeme bereits genutzt. Kunden bestellen ihr Wunschmenü per App oder an entsprechenden Schaltern im Laden, das Personal wird ausschließlich für den Verkauf und zur Reinigung benötigt. Letztlich lässt sich jeder einzelne Produktionsprozess automatisieren.


Autonome Logistik


Auch und gerade die Logistik muss sich den wachsenden Herausforderungen des globalen Handels stellen, sofern die Weltwirtschaft auch zukünftig in gleichem oder stärkerem Maße wachsen sollte. Als Bindeglied der Produktion und des Handels kann oder muss die Logistik schon in den Automatisierungsprozess der Produktion eingebunden werden. Produktion und Logistik werden zukünftig zwangsläufig immer mehr ineinandergreifen. Zu den großen Herausforderungen der Logistikbranche gehören in diesem Zusammenhang vor allem integrierte Cloud-Lösungen, in denen sich Warenbestände und Warenbewegungen transparent abbilden lassen. Langfristig werden alle Stationen einer Lieferkette miteinander vernetzt werden. Möglich wird dies durch die durchgängige Identifikation jedes einzelnen Produkts. Auto-ID-Technologien wie etwa RFID werden schon heute von vielen Unternehmen zu genau diesem Zweck eingesetzt. Auch die Lagertechnik und das Transportwesen kann in diese digitale Vernetzung eingebunden werden. Autonome Fahrzeuge können langfristig auch den menschlichen Fahrer ersetzen.


Digitaler Handel


Online-Shopping gehört schon seit geraumer Zeit zu den Selbstverständlichkeiten im Leben der meisten Verbraucher. Dementsprechend haben die Händler reagiert, die wenigsten Einzelhändler und Dienstleister können heutzutage auf einen Onlineshop als zusätzlichen Absatzkanal verzichten. Auch sogenanntes Multichannel-Marketing, das Verkaufen der eigenen Produkte auf nicht nur einer, sondern mehreren Plattformen (Onlineshop, Amazon, eBay und Co.), wird für den langfristigen Erfolg eines Unternehmens immer wichtiger. Darüber hinaus wird sich die Art und Weise, wie Verbraucher zukünftig im Geschäft oder Supermarkt einkaufen werden mehr und mehr mit der digitalen Welt verschmelzen. Sei es das digitale Anprobieren von Kleidungsstücken an einem entsprechenden Spiegel, das automatische Kontaktlose Bezahlen durch eine App und Auto-ID-Technologien beim Verlassen des Ladens oder der Einsatz von VR und AR.
 
Man kann davon ausgehen, dass die Industrie der Zukunft kaum noch etwas mit den Anfängen des industriellen Zeitalters zu tun haben wird. Vollautomatisierte Produktions- und Lieferketten, weitgehende Digitalisierung auch im Einzelhandel haben wenig mit rauchenden Schornsteinen, Fabrikarbeitern, LKW-Fahrern und Verkäufern zu tun. Ob dieser Wandel auch tatsächlich gelingt und die Menschheit im Allgemeinen weiterbringt, bleibt allerdings abzuwarten.