Verfasse eine Seminararbeit mit der richtigen Methode!

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Die Seminararbeit ist generell eine Eröffnung eines wissenschaftlichen Diskurses, in dem man sich selbstständig mit einem Thema vertraut macht, es auf wissenschaftliche Art und Weise bearbeitet und persönliche Ansichten darstellt. Die Seminararbeit lässt die Studenten persönliche Schreibkompetenz erwerben und setzt Wissensermittlung voraus, genau diese Fähigkeiten überprüfen die Dozenten.

Seminararbeiten können als (Teil)-Prüfung fungieren. Abhängig vom Fach und der Universität gibt es Unterschiede in Bezug auf den geforderten Inhalt und die Form. Die Seminarleitung stellt die genauen und spezifischen Anforderungen zur Verfügung, da es zwischen vielen Fächern, wie zum Beispiel Kunst und Informatik, kaum Gemeinsamkeiten gibt. In beiden Fällen wird auf die Qualität Wert gelegt.

Zwei methodische Herangehensweise Deiner Seminararbeit

Wenn man eine Seminararbeit schreibt, achtet man auf die Richtigkeit und ihre Originalität. Diese Kombination drückt sich in zwei Richtungen aus – „Problemüberblick“ (Kompilation) und „Exemplarische Studie“.

  1. Der „Problemüberblick“ sammelt alle vorhandenen Beiträge zu einem Thema, theoretische und empirische. Diese Informationen, Theorien, Hypothesen und Modelle sollen in vereinfachter und systematisierter Form verständlich hervorgehoben werden. Alle Daten sind kohärent aufzuzählen, damit die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den dargestellten Sichtweisen deutlich werden.
  2. Die „Exemplarische Studie“ geht ganz anders vor. Hier wird ein Problem, eine Frage oder Phänomen vorgestellt, das/die bisher nicht behandelt worden ist, oder das/die mindestens auf eine neue Weise, theoretisch oder methodisch, bearbeitet/beantwortet werden soll. Es folgt keine Sammlung von Interpretationen, sondern die Überprüfung von bestimmten bereits existierenden Hypothesen oder die Erschaffung neuer. In dieser Studie brauchen Sie einen konkreten praktischen Fall zur Untersuchung.

Damit die Gliederung Deiner Arbeiten richtig erstellt werden kann, solltest Du vor allem sehr präzise Deine Fragestellung formulieren. Die Gliederung kann sowohl Grundlage für die nachstehende Diskussion sein als auch die folgenden Informationen zu veranschaulichen.

Der Aufbau folgt dem nachstehenden Muster:

  • Titelblatt
  • Inhaltsverzeichnis
  • Einleitung
  • Hauptteil
  • Schluss

Die Einleitung sollte nicht länger als eine Seite sein und Erläuterungen zum Hauptproblem, Ziel der Arbeit, zur Bedeutung und dem Forschungsstand zur Hauptfrage beinhalten.

Im Hauptteil muss eine umfassende Darstellung beinhalten. Alle Argumente, Pros und Contras, sind hier anzuführen. Um die Argumentation transparent darzustellen, kann man entweder deduktiv oder induktiv herangehen, d. h. von der allgemeinen Information zur konkreten kommen und so sein Argument beweisen, oder, andersherum, aus einem spezifischen Fall eine allgemeingültige Schlussfolgerung ziehen.

Im Schlussteil finden die Resultate Platz. Sie nehmen Bezug auf die Fragestellungen und Hauptpunkte in der Einleitung und werden knapp erörtert. So ergibt sich ein geschlossenes Ganzes.

Die Seminararbeit soll mehrere Bedingungen erfüllen, um zu beweisen, dass der Verfasser selbstständig ein wissenschaftliches Thema bearbeiten kann. Du beziehst Dich darauf, was der Verfasser macht und wie, warum und zu welchem Fazit das führt.

Wissenschaftssprache ist unabdingbar.

Nicht nur die erste Person, Singular und Plural sind verboten, sondern auch spezifische Ausdrücke aus anderen Bereichen wie schöngeistiger Literatur. Metaphorische Phrasen passen nicht zu diesen Texten. Die Sätze in der Seminararbeit sind kurz, präzise und möglichst einfach und in fortlaufender Weise niedergeschrieben. Fremdwörter und Umgangssprache sind zu vermeiden, aber lesbar sollte der Text trotzdem sein. Wenn die Einführung eines Fremdwortes notwendig ist, muss man es auch näher erklären, Fachtermini sollen dem Fachbereich und der Lesergruppe entsprechen. Hervorhebungen und Betonungen sind in kursiver Schrift zu verfassen.

Um den schlechten Eindruck der Oberflächlichkeit zu vermeiden, sollte man sich an die geltenden Rechtschreibregeln und Regeln der Zeichensetzung halten. Tippfehler sollten vor der Abgabe der Arbeit ausgemerzt sein.

Jede schriftliche Arbeit sollte mehrmals auf sprachliche Korrektheit überprüft werden.

Beachte alle Formalitäten!

Der reguläre Umfang solcher Texte beläuft sich auf ungefähr 12 bis 15 Seiten ohne Titelblatt, Deckblatt, Quellenverzeichnis, und es ist empfehlenswert, die maximale Seitenzahl nicht zu überschreiten. Es gilt als Zeichen für die Kompetenz des Verfassers, sich gleichzeitig in formalen Grenzen zu bewegen und trotzdem alles Wichtige zu erwähnen. Eine andere wesentliche Aufgabe ist es, den Formalia genügend Aufmerksamkeit zu schenken. Abkürzungen sind möglicherst zu unterlassen, Zitationen dürfen nicht von den Regeln abweichen. Die korrekte Form der Quellenangabe, Zitieren im Text oder in Fußnoten, ist von enormer Bedeutung. Die Formatierung vom Quellenverzeichnis kann sich je nach Fakultät unterscheiden, die Angaben sind in einer bestimmten logischen Reihenfolge zu machen.

Zeitplan hilft Dir ausgesprochen gut!

Eine immer wiederkehrende Schwierigkeit ist der Zeitmangel während des Studiums. Neben der Textsammlung, kleineren und größeren Recherchen, einer zielbewussten Gliederung, dem eigentlichen Schreiben und einheitlicher Formatierung kommen oft unvorhersehbare Stolpersteine. Darunter fallen auch technische Probleme mit dem Computer. Wenn man das alles einmal überschaut hat, kommt man nicht selten zu dem Schluss, dass man Hilfe braucht und allgemeine Anweisungen nicht ausreichen. Dafür gibt es Ghostwriter, an die man sich jederzeit wenden kann, und die einem mit Rat und Tat zur Seite stehen.