Das ideale Bewerbungsfoto

Seit der Einführung des Antidiskriminierungsgesetzes besteht keine Pflicht mehr, der Bewerbung ein Foto beizulegen. Es empfiehlt sich allerdings dennoch, der Bewerbung ein Bewerbungsfoto beizufügen, denn, wie jeder weiß, sagt ein Foto mehr als tausend Worte. Das soll nicht bedeuten, dass dich der Betrachter besonders attraktiv finden muss. Vielmehr geht es darum, dass dein Äußeres zur angestrebten Position passen muss. Das Foto muss sozusagen ein insgesamt stimmiges Bild von dir vermitteln.

Details machen den Unterschied

Bereits sehr feine Details können den Unterschied zwischen einem perfekten und einem weniger guten Bewerbungsfoto ausmachen. Ein Beispiel hierfür ist das Lächeln. Außerdem macht es einen Unterschied, ob deine Haare ordentlich sind oder nicht und du solltest darauf achten, dass deine Kleidung frei von Fusseln und Flecken ist. Haare gehören ebenfalls nicht auf die Kleidung. Ebenso sollte das Hemd frei von Falten sein. Eine schlecht gebundene Krawatte und Kontraste zwischen dem Make-up auf Hals und Gesicht gehören ebenfalls zu den No-Gos. Gleiches gilt für Schmuck. Dieser sollte vor dem Fotoshooting abgelegt werden.

Wichtig ist auch, dass du ein aktuelles Bild von dir verwendest. Solltest du nicht mehr so aussehen wie auf dem Foto, fällt das spätestens im Vorstellungsgespräch auf, was sich negativ auf deine Glaubwürdigkeit auswirken kann.

Bewerbungsfoto

Nützliche Tipps für Bewerbungsfoto

Das perfekte Bewerbungsfoto zeigt den Bewerber im Halbporträt, dabei sollte die Schulter maximal ein Fünftel des Bildes ausmachen. Frauen sollten ihr Gesicht abpudern, damit das Gesicht auf dem Bild nicht glänzt und die Männer sollten hierauf achten. Im Folgenden wird genauer auf diese Tipps eingegangen.

Die richtige Kleidung

Die Kleidung muss professionell wirken, das bedeutet, daß sie zum angestrebten Job passen sollte. Möchtest du dich bei einer Bank oder in einer ähnlichen Branche bewerben, solltest du beispielsweise einen Anzug tragen. Weibliche Bewerber steigern ihre Chancen zusätzlich, indem sie nicht mit weiblichen Reizen locken, sondern eine gewisse Portion Männlichkeit ausstrahlen. Mit Männlichkeit ist in diesem Fall ein dunkler Hosenanzug samt schlichter heller Bluse gemeint. Hierdurch wirkt die Bewerberin schlichtweg durchsetzungsstärker und seriöser.

Und wie sieht es mit den Haaren aus?

Auch die Haare können diesen Eindruck untermauern: Studien haben ergeben, dass Frauen mit hochgesteckten oder zurückgekämmten Haaren bei Personalern besser ankommen als Frauen mit einer offenen Wellenmähne. Weitere Studien haben gezeigt, dass Frauen mit kurzen Haaren als selbstbewusster und intelligenter eingestuft werden. Lange, dunkle Locken wirken auf die Mehrheit als naiv und unsicher. Klingt zwar ein wenig diskriminierend, doch so funktioniert eben Psychologie.

In Bezug auf männliche Bewerber gibt es „Vorurteile“, was die Haare betrifft: Wissenschaftler fanden heraus, dass Männer mit Glatze oder Halbglatze deutlich seltener zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen werden. Laut diversen Studien zeugt eine fehlende Kopfbehaarung außerdem von mangelnder Kreativität und von einer verminderten Karriereorientiertheit.

Make-up

Aber kommen wir noch einmal auf die weiblichen Bewerber zurück. Schminke und Make-up sollen gewisse Merkmale im Gesicht unterstreichen bzw. abschwächen. Bei einem Bewerbungsfoto muss darauf geachtet werden, dass die Schminke und das Make-up nicht zu aufdringlich sind.

Die Männer können von Make-up profitieren und zwar z.B. dadurch, dass ihr Doppelkinn kaschiert oder, dass der Haaransatz mattiert wird. Auch eine glänzende Nase gehört nicht auf das Foto, sodass auch in solch einem Fall auf Make-up zurückgegriffen werden kann. Gleiches gilt für Augenringe, Pickel und Rötungen.

Der passende Hintergrund

Jedes Lächeln, jede Krawatte und jedes noch so schöne Gesicht kommen nicht richtig zur Geltung, wenn der Hintergrund nicht stimmt. Hierbei handelt es sich um einen Aspekt, der von vielen Laien unterschätzt oder einfach vergessen wird. Der Hintergrund ist von essenzieller Bedeutung für die Gesamtwirkung des Bildes. Wird das Hintergrundmotiv, die Farben und/ oder der Kontrast falsch gewählt, entsteht ein unstimmiges Bild. Es gilt, dies unbedingt zu vermeiden! Es muss eine neutrale Fläche gewählt werden, d.h. Gegenstände gehören nicht ins Bild und idealerweise passt der Hintergrund zur Kleidung. Ein zu starker Kontrast muss vermieden werden, da sonst z.B. das Gesicht sehr blass wirken kann.

Bilder aus dem Automaten sind ein No-Go!

Das Bewerbungsbild sollte professionell erstellt werden, d.h. es darf weder aus dem Automaten stammen, noch in der Freizeit aufgenommen worden sein. Das wirkt schlichtweg billig und sorgt dafür, dass „du“ direkt aussortiert wirst. Gib lieber ein bisschen mehr Geld aus und lasse das Porträtfoto (niemals eine Ganzkörperaufnahme!) von einem professionellen Fotografen anfertigen. Am besten, du lässt dir im Voraus ein paar Beispiele zeigen, denn sonst könnte es passieren, dass der Fotograf ein Bild von dir macht, das so gar nicht zu deinen Ansprüchen passt. Weise den Profi unbedingt darauf hin, dass das Bild ein Bewerbungsfoto sein soll!

Das richtige Format

Was die Größe des Bildes betrifft, solltest du ein Format von 6 x 4 cm wählen, aber ein Foto mit 9 x 6 cm ist in Ordnung. Alle anderen Größen eignen sich eher weniger für ein Bewerbungsfoto. Außerdem sollte möglichst ein Hochformat gewählt werden. Mit einem Foto im Querformat fällst du zwar mehr auf, doch hierbei gilt es noch mehr zu beachten als das ohnehin schon der Fall ist. Möchtest du ein Bewerbungsbild im Querformat haben, erkundige dich bei einem Profi und stelle sicher, dass dieser weiß, wovon er spricht.

Schwarzweiß oder in Farbe?

Und dann wäre da ja noch die Frage, ob das Bild farbig oder schwarz-weiß sein soll. Hierzu lässt sich sagen: das ist Geschmackssache. Monochrome Bilder wirken zwar eleganter, können aber auch unpassend oder gekünstelt erscheinen. Bei einem kantigen Gesicht solltest du ein Farbfoto wählen, denn auf Schwarzweiß-Bildern wirken kantige Gesichter noch härter. Außerdem wirken Farbfotos i.d.R. authentischer. Bei Farbfotos muss außerdem auf die richtige Kleidung geachtet werden, diese muss zum Hintergrund usw. passen (siehe oben). Bei einem Schwarzweißfoto kommt es hingegen vor allem auf den Kontrast und die Form an. Es kann sich lohnen, wenn du einfach beide Arten von Bewerbungsfoto anfertigen lässt und deine Freunde und Familie um Rat fragst, ehe du die Bewerbung mit deinem Bewerbungsfoto abschickst. Diese können dich beraten, auf welchem Bild du sympathischer und eher professionell usw. aussiehst.

Wohin gehört das Bewerbungsbild?

Ehe du die Bewerbung samt Foto abschickst, musst du das Bewerbungsfoto richtig auf deiner Bewerbung platzieren: Das Foto gehört auf die erste Seite des Lebenslaufs und zwar oberhalb von Zeile eins. Ob rechts oder links, ist davon abhängig, in welche Richtung deine Nase zeigt. Merke: deine Nase sollte in die Bewerbung hineinschauen und nicht nach außen zeigen und sofern deine Bewerbung ein Deckblatt enthält, gehört das Bewerbungsfoto auf dieses.

Weitere Tipps

Das Bewerbungsbild wird keinesfalls mit einer Büroklammer befestigt. Stattdessen solltest du einen Klebestift verwenden. Möchtest du das Bild digital in deine Bewerbung integrieren, solltest du darauf achten, dass es eine hohe Qualität hat. Auch, wenn du das Bewerbungsfoto mit einem Klebestift befestigst, solltest du deinen Namen auf der Rückseite notieren. So können die Verantwortlichen dein Gesicht deiner Bewerbung zuordnen, falls der Klebestift beim Durchsehen der Bewerbungen seine Wirkung verliert.

Die wichtigsten Punkte zusammengefasst

Wie du siehst, gibt es bei einem Bewerbungsfoto allerlei zu beachten. Im Folgenden werden die wichtigsten Punkte noch einmal zusammengefasst:

  • Halbporträt
  • der Blick ist zum Betrachter bzw. in die Kamera gerichtet
  • das Lächeln nicht vergessen
  • zur Stelle passende Kleidung (flecken- und knitterfrei)
  • neutraler Hintergrund
  • Format = 6 x 4 cm oder 9 x 6 cm
  • hohe Qualität
  • auf das Deckblatt oder den Lebenslauf kleben

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